Über das Projekt

Ein gemeinsames Projekt von d|part und dem Open Society European Policy Institute (OSEPI) 

Unser Pro­jekt ver­ste­ht sich als Beitrag, um Wis­senslück­en im Hin­blick darauf, wie in der Öffentlichkeit die Kli­makrise ver­standen und disku­tiert wird, zu schließen. Grundle­gend scheint eine über­wiegende Mehrheit der Men­schen die Kli­makrise ernst zu nehmen. Mei­n­ungsver­schieden­heit­en sind jedoch zu erwarten, wenn es darum geht, welche Reak­tio­nen und Lösungswege als notwendig erachtet wer­den. Sehr wahrschein­lich sind die Ansicht­en dazu wesentlich nuanciert­er, als es gegen­wär­tige Debat­ten ver­muten lassen. Unser Ziel ist es, dies her­auszufind­en, indem wir erforschen, wie die The­matik in den ver­schiede­nen Teilen der Bevölkerung betra­chtet wird. Damit wer­den wir nicht nur sicht­bar machen, welche ver­schiede­nen Vorstel­lun­gen vom Kli­mawan­del existieren, son­dern kön­nen diese auch in den poli­tis­chen Kon­text stellen und mit den ver­schiede­nen poli­tis­chen Parteien in Beziehung set­zen. Denn wenn man davon aus­ge­ht, dass anstatt ein­er ein­fachen Dual­ität zwis­chen kli­mafre­undlichen und kli­mafeindlichen Ein­stel­lun­gen eine Vielfalt an Sichtweisen existieren, dann lassen sich für das gesamte poli­tis­che Spek­trum Umgangsweisen entwick­eln, mit denen Men­schen gezielt ange­sprochen wer­den können.

 

Solch eine Vielfältigkeit erscheint plau­si­bel. Denn es stellt sich etwa die Frage, inwieweit das Ver­ständ­nis von Kli­mawan­del bei den Einzel­nen bere­its kohärent und fest­gelegt oder gegebe­nen­falls noch offen und gestalt­bar ist. Wie tief­greifend ist das Wis­sen bei den­jeni­gen Men­schen, die grundle­gende Verän­derun­gen unter­stützen? Und betra­cht­en die Befragten indi­vidu­elle Kli­maschutz­maß­nah­men oder sys­temis­che Verän­derun­gen als wichtigeren Beitrag zur Lösung? Dieser Auszug an Fra­gen deutet die Vielschichtigkeit dieses The­men­feldes bere­its an und unser Ansatz wird es uns ermöglichen, diese kom­plexe Ansicht­en in der Bevölkerung sicht­bar zu machen. Dies ermöglicht es uns, für das gesamte poli­tis­che Spek­trum Hand­habungsweisen zu iden­ti­fizieren, inwiefern diese ver­schiede­nen Grup­pen poli­tisch ein­be­zo­gen wer­den können.

 

Wir wer­den in diesem Pro­jekt, das von d|part in Zusam­me­nar­beit mit dem in Brüs­sel ansäs­si­gen Open Soci­ety Euro­pean Pol­i­cy Insti­tute (OSEPI) real­isiert wird, tiefer in die Mei­n­ungsplu­ral­ität zur Kli­makrise ein­tauchen und ihr Zusam­men­spiel mit den  jew­eili­gen poli­tis­chen Präferen­zen unter­suchen. Der Fokus des Pro­jek­tes liegt auf der Auseinan­der­set­zung mit der poli­tis­chen Diskus­sion in Deutsch­land, wobei wir die Ergeb­nisse zudem mit acht anderen Län­dern ver­gle­ichen wer­den: Tschechien, Frankre­ich, Ital­ien, Polen, Schwe­den, Spanien, Großbri­tan­nien und die USA. Die Ergeb­nisse des Pro­jek­ts wer­den öffentlich präsen­tiert und auf der Web­site zugänglich gemacht.