Einstellungen in Frankreich zur EU-Balkan-Erweiterungspolitik

Ein gemeinsames Projekt von d|part und dem Open Society European Policy Institute (OSEPI) 

Das Votum des franzö­sis­chen Präsi­den­ten Emmanuel Macron gegen den Beitritt Nord-Maze­doniens und Alban­iens im Jahr 2019 zeigte die Zer­brech­lichkeit der Bemühun­gen um eine Fort­set­zung der EU-Erweiterung auf dem West­balkan. Viele Kommentator*innen haben eine tief ver­wurzelte Skep­sis in der franzö­sis­chen Öffentlichkeit als einen der Haupt­gründe für diese Entschei­dung ange­führt. Auf den ersten Blick erscheint das auch plau­si­bel zu sein, denn in mehreren Umfra­gen zeigt sich, dass eine große Anzahl der Fran­zosen zu diesem The­ma Vor­be­halte haben. Die gestell­ten Fra­gen kratzen jedoch in der Regel nur an der Ober­fläche und die vorhan­de­nen Stu­di­en erlauben es nicht, zu ver­ste­hen, ob solche kri­tis­chen Ansicht­en tat­säch­lich tief ver­wurzelt sind oder ob eher andere Gründe auss­chlaggebend für die Ablehnung sind. Des Weit­eren zeigen uns die bish­eri­gen Unter­suchun­gen nicht, wie sehr sich die Men­schen über­haupt für die The­matik inter­essieren und wie sehr die Antworten von den grundle­gen­den Bew­er­tun­gen über die europäis­che Erweiterungspoli­tik abhän­gen.

 

 Dieses Pro­jekt soll diese Lücke füllen. In Zusam­me­nar­beit mit dem in Brüs­sel ansäs­si­gen Open Soci­ety Euro­pean Pol­i­cy Insti­tute (OSEPI) wird d|part eine öffentliche Mei­n­ung­sum­frage zu diesem The­ma in Frankre­ich durch­führen. Anhand ein­er repräsen­ta­tiv­en Umfrage unter der franzö­sis­chen Erwach­se­nen­bevölkerung wer­den wir deren Ein­stel­lung zu den bish­eri­gen Erfahrun­gen mit der EU-Erweiterung, den Ansicht­en zu der Erweiterung im All­ge­meinen sowie zu bes­timmten Län­dern, die der EU in naher Zukun­ft auf dem West­balkan als auch ander­swo beitreten wer­den, ermit­teln. Darüber hin­aus wer­den wir den Wis­sens­stand der Befragten von der EU und den poten­ziellen Beitrittslän­dern unter­suchen und all diese Ansicht­en mit den all­ge­meineren poli­tis­chen Mei­n­un­gen der Men­schen in Beziehung set­zen. Die Ergeb­nisse des Pro­jek­ts wer­den der Öffentlichkeit vorgestellt und auf der Web­site zugänglich gemacht (im Herb­st 2020).