Über Institutionen und Menschen

Politische Partizipation wird über viele verschiedene Wege realisiert. In repräsentativen Demokratien neigen wir dazu, zuerst an Wahlen und Abstimmungen zu denken – aber viele Menschen engagieren sich auch auf andere Weise politisch, sei es durch Demonstrationen, lokale Initiativen, Petitionen oder Interessenvertretungen. Die vielen verschiedenen Beteiligungsformen haben jedoch alle gemein, dass sie als Vehikel für die Interaktion zwischen Menschen und Institutionen fungieren.

 

Das wird am deutlichsten, wenn wir die Institutionen betrachten, die den politischen Apparat des Staates ausmachen. Die Bürgerinnen und Bürger stimmen dafür, dass Vertreterinnen und Vertreter im Parlament Platz nehmen, und Petitionen, die von Menschen für eine bestimmte Sache gesammelt werden, können an Regierungsstellen übergeben werden. Aber wir sehen auch gesellschaftliche Institutionen, die in dieses Wechselspiel eingebunden sind. Wenn Menschen in einer Gemeinschaft zusammenkommen, um gemeinsam für einander zu sorgen, definieren sie die Rolle der Gemeinschaft selbst neu und bestimmen, wie Entscheidungen über das Leben an einem Ort getroffen werden können.

 

Bei d|part untersuchen wir den Dialog zwischen Institutionen und Menschen und wie er sich in verschiedenen Kontexten politischer Partizipation verändert. Wir sind daran interessiert zu untersuchen, was Eliten, die bestimmte Institutionen kontrollieren, über die Öffentlichkeit denken und wie sie sich mit ihr auseinandersetzen und umgekehrt. Darüber hinaus untersuchen wir, wie zivilgesellschaftliche Organisation durch Menschen gesellschaftliche Strukturen verändert – was weitere Auswirkungen auf politische Institutionen haben kann.