Dr. Götz Harald Frommholz

Dr. Götz Harald Frommholz

d|parts Research Director, Dr. Jan Eichhorn, sprach auf der Verstaltung „Bremen im Schatten des Brexit“ im Rahmen der jährlichen Bremer Europawoche. Organisiert von der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG) und der FDP Fraktion der Bremer Bürgerschaft ging es bei dem Event um den Brexit und dessen Auswirkungen für Deutschland insgesamt und Bremen insbesondere. Neben Fragen zur Bedeutung für Personen wurden dabei auch insbesondere die Konsequenzen für Politik und Unternehmen diskutiert. 

Die weiteren Podiumsteilnehmer waren Lencke Steiner, Fraktionsvorsitzende der FDP in Bremen, Nikolaus Schadeck, Partner bei KPMG und Michael Schütte, Geschäftsführer der Traditionsfirma Joh. Gottfr. Schütte GmbH & Co. KG. 

Dr. Jan Eichhorn, Forschungsdirektor von d|part, spricht auf einer Veranstaltung zum Einfluss des Brexits auf politische Einstellungen und die Parteipolitik im Vereinigten Kögnigreich, die von der Deutsch-Britischen Gesellschaft in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) organisiert wird. Die Veranstaltung findet am Montag, den 29. Januar 2018 in Berlin statt.

Weitere Details und ein Registrierungsformular für die Veranstaltung “BREXIT and the British party system: Implications on EU-UK negotiations” finden Sie hier: https://www.debrige.de/en/termine/brexit-and-the-british-party-system-implications-on-eu-uk-negotiations/

Dies ist die offizielle Beschreibung der Veranstaltung:

The referendum on the question of leaving the European Union seems to have shaken up the British political landscape and especially its political parties. The Brexit question has created sharp lines of conflict within British society, but also within the main political parties. At the same time, remainers as well as Brexiteers have formed cross-party alliances. The unstable political situation in the UK contributes to the already existing insecurity about the British negotiating position vis-à-vis the EU.

Dr Garvan Walshe, CEO of “Brexit Analytics”, and Dr Jan Eichhorn, Research Director of “d|part” will shed some light on these dynamics and struggles, both within and among the British political parties which have resulted in and followed the Brexit vote: Where do Tories and Labour currently stand on Brexit? What does the British public think? How stable is Theresa May’s government? How do the internal party struggles affect the UK’s negotiating position in the Brexit talks?

Hosts and moderation: Dr Jana Puglierin, DGAP, and Dr Rupert Graf Strachwitz, DeBriGe.

This event is co-organized by Deutsch-Britische Gesellschaft and Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

Dr Jan Eichhorn is the Research Director of the Berlin-based think tank d|part and a lecturer in Social Policy at the University of Edinburgh. He has undertaken extensive research into political attitudes and political participation in the UK, Germany and comparatively across various EU member states. Having looked at the impact of the Scottish independence referendum, multiple UK and Scottish elections and Brexit, he has been able to contribute widely to print and broadcasting media and has been advising government, business and third sector bodies.

Dr Garvan Walshe is CEO of Brexit Analytics. A former national and international security policy adviser to the British Consevative Party, Dr Walshe was a senior advisor to the Conservatives IN pro-EU campaign. He advises corporates and politicians on Brexit and is a regular contributor to CNN. He holds a PhD from the University of Manchester and has been a Max Weber fellow at the European University Institute.

Seit Oktober 2017 haben d|part und das Open Society European Policy Institute (OSEPI) in Brüssel die Arbeit an dem neuen, gemeinsamen Projekt “The Situation Room” begonnen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Bedeutung und Auseinandersetzung mit der offenen Gesellschaft in sechs europäischen Ländern genauer zu untersuchen.  Ein Schwerpunkt ist dabei die Erforschung von Diskursen zur offenen Gesellschaft in Europa, insbesondere im Zusammenhang mit Zuwanderung und Fragen der inneren, sozialen und ökonomischen Sicherheit.

Das Projekt wird durch ein Team von Forschern und Analysten aus den Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern ausgeführt. Unter der Leitung von d|part sind dies: Italien (CILD), Griechenland (diaNEOsis), Polen (Institute of Public Affairs), Ungarn (Political Capital), Frankreich und Deutschland.

Forschungsziel- und Hintergrund

Europaweit befindet sich die Auseinandersetzung mit der offenen Gesellschaft derzeit in einem drastischen Wandel. Die Betonung nationaler Interessen wächst und zugleich ist ausländerfeindliche und rechtspopulistische Rhetorik längst zur alltäglichen Praxis geworden. Dadurch werden die grundlegenden Annahmen und auch die Bedeutung der offenen Gesellschaft in Frage gestellt. Angesichts dieser Herausforderungen fällt es vielen zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren schwer adäquate Strategien zu deren Bewältigung zu identifizieren und die offene Gesellschaft zu schützen.

Ziel des Projekts ist daher, Handlungsweisen und Beispiele zu identifizieren, durch die die offene Gesellschaft gefördert werden kann. Gemeinsam mit OSEPI und den weiteren Projektpartnern wollen wir besser verstehen und erforschen, wie die Auffassungen und Auseinandersetzung zur offenen Gesellschaft in den (sechs) europäischen Länder variieren und letztlich das Werden und Funktionieren der europäischen Demokratie beeinflussen.

Da nicht alle offenen Gesellschaften mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert sind, führen wir eine länderübergreifende Analyse durch, die es sowohl ermöglicht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Ländern festzustellen, als auch länderspezifische Empfehlungen zulässt.

Forschungsansatz

Mit dem Ziel länderspezifische und verallgemeinerbare Erkenntnisse zu gewinnen, werden in allen Ländern quantitative und qualitative Daten erhoben und durch unser internationales Team von Wissenschaftlern ausgewertet. So werden zum einen fallbezogene Länderanalysen vor Ort und zum anderen vergleichende Ergebnisse im Netzwerk erarbeitet:

Um gegenwärtige Entwicklungen in ihren Ländern zu analysieren, werden Partnerorganisationen bestehende Literatur zu zunehmenden politischen Misstrauen und Unzufriedenheit sowie Forschung zu zivilgesellschaftlichen Engagement heranziehen. Außerdem werden durch Umfragen und Experteninterviews neue Daten gewonnen, insbesondere um zu verstehen und zu vergleichen, wie die Veränderungen in der Auseinandersetzung mit der offenen Gesellschaft die Prioritäten von Bürgern und Eliten infrage stellen. So wird Grundsätzliches und Einzigartiges, werden Synergien und Divergenzen ebenso wie Zusammenhänge sichtbar gemacht werden können.

Forschungsergebnisse

Basierend auf der Idee eines “Situation Room”, in dem aufkommende Entwicklungen aufgegriffen werden, werden monatlich mehrere Artikel, Analysen oder Zwischenergebnisse aus der Forschung veröffentlich. Diese sind für alle Interessierten auf der Projektwebseite (http://situationroom.dpart.org) öffentlich verfügbar. Zum Ende des Projekts wird, neben einem umfassenden Forschungsbericht sowie einzelnen Länderberichten, eine “Tool Box” mit einer Übersicht und Empfehlungen von Best Practices für zivilgesellschaftliche Organisationen entwickelt

Montag, 23 Oktober 2017 07:29

Magali Mohr

Magali unterstützt d|part im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Situation Room“ mit dem Open Society European Policy Institute zur Bedeutung der offenen Gesellschaft in Europa bei der quantitativen Sozialforschung.

Zuvor hat Magali als Unternehmensberaterin bei einer Marktforschungsagentur in London gearbeitet und dort qualitative und quantitative Forschungsprojekte, u. a. in Indien, Ägypten, Singapur, Italien, Deutschland und Großbritannien, durchgeführt.

Magali besitzt einen Bachelorabschluss in Europawissenschaften von der Universität Maastricht und einen Masterabschluss in Globaler Migration des University College London.

Neben ihrer Tätigkeit bei d|part arbeitet Magali als Projektkoordinatorin bei der Stiftung FUTURZWEI. Dort führt sie ein Forschungsprojekt durch, welches die Zukunftsbilder von Jugendlichen in Deutschland - deren Ängste, Wünsche und Träume bezüglich ihrer Zukunft - untersucht.

magali hpMagali interessiert sich insbesondere für soziale Bewegungen und ehrenamtliches Engagement als Formen politischer Partizipation jenseits der konventionellen Beteiligungsstrukturen. Außerdem engagiert sie sich ehrenamtlich für die Selbstorganisation von Geflüchteten und für faktengestützte Integrationsansätze- und Angebote.

Magali ist überzeugt davon, dass die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Verständnissen und Diskursen zur offenen Gesellschaft für dessen Fortbestehen unerlässlich ist und sieht diese als eine der Hauptaufgaben der Zukunft. Neben Deutsch und Englisch spricht Magali fließend Italienisch und Französisch.

Migrationsforschung • Bedeutung der offenen Gesellschaft • Politische Partizipation jenseits konventioneller Beteiligungsstrukturen

Forschungsschwerpunkt: Bedeutung der offenen Gesellschaft in Europa

Funktion: Research Fellow

Montag, 23 Oktober 2017 07:24

Dr. Luuk Molthof

luuk hpLuuk ist ein Research Fellow bei d|part und arbeitet derzeit an dem gemeinsamen Projekt ’The Situation Room’ zwischen d|part und dem Open Society European Policy Institute (OSEPI), wo er für die Durchführung und Analyse von Elite-Interviews mit Entscheidungsträgern und Vertretern der Zivilgesellschaft verantwortlich ist. Das Forschungsprojekt untersucht, wie die Bürger und Elite in 6 europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Polen, und Ungarn) die offene Gesellschaft im Kontext einer wachsenden öffentlichen Besorgnis über Einwanderung und Sicherheit wahrnehmen.

Luuk hat seine Doktorarbeit in den Politikwissenschaften am Royal Holloway, University of London, abgeschlossen. Seine Dissertation beschäftigte sich mit der Rolle Deutschlands in der europäischen Währungsgeschichte und liefert eine Erklärung für die deutsche Reaktion auf die Eurokrise. Luuk hat einen Master in International Relations von der University of Warwick, und einen weiteren Master in Modern Chinese Studies von der University of Oxford. Er erhielt seinen Bachelor in Liberal Arts and Sciences von der Maastricht University.

Position: Research Fellow

Forschungsschwerpunkt bei d|part: Die unterschiedlichen Verständnisse der offenen Gesellschaft in Europa

Weitere Forschungsinteressen: Deutschlands Außen- und Europapolitik - Die Politik der Eurozone - Die Rolle von Ideen in der Politikgestaltung

Freitag, 25 August 2017 08:26

Teilnahme- und Datenschutzbestimmungen

Teilnahme- und Datenschutzbestimmungen

Das vorliegende Gewinnspiel wird ausschließlich durch dpart – Forschung für politische Partizipation (im Folgenden dpart) angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet nicht dazu, Dinstleistungen von dpart in Anspruch zu nehmen oder gar diese zu kaufen. dpart ist alleiniger Ansprechpartner und alle Anfragen sind an dpart zu richten. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

§1 Gewinnspiel

Unser Gewinnspiel findet vom 25.08.2017 bis einschließlich 27.08.2017 statt.
Teilnehmen kann jeder, indem er/sie während des Gewinnspielzeitraums die dpart-Fanseite mit „Gefällt mir“ markiert oder einen Kommentar zum Gewinnspiel unter dem Post vom 25.08.2017 hinterlässt. Zu gewinnen gibt es 3 x 2 Freikarten für den Film DAS IST UNSER LAND. Die drei Gewinner werden per Zufall (Losverfahren) ermittelt und am 28.08.2017 bekannt gegeben. Jeder Gewinnspielteilnehmer kann nur 2 Freikarten gewinnen.
Bei den Gewinnen handelt es sich um 2 Freikarten für den Film DAS IST UNSER LAND. Diese Karten sind bundesweit in jedem Kino einlösbar, in dem der Film läuft. Der Gewinn ist weder verhandelbar, noch umtauschbar, noch übertragbar. Die Erteilung einer Gutschrift oder eine Auszahlung des Gewinns in bar ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden bis zum 24.08.2017 per Privatnachricht auf Facebook benachrichtigt und müssen durch die Übermittlung der Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) den Gewinn bestätigen.
Der Versand erfolgt innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt der Kontaktdaten des Gewinners und erfolgt selbstverständlich kostenlos.
Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.

§2 Teilnahme

Berechtigt an dem Gewinnspiel teilzunehmen, ist jede natürliche Person ab 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Die Teilnahme muss in eigenem Namen erfolgen. Von der Gewinnspielteilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter von dpart sowie deren Angehörige.

§3 Verfall des Gewinns

Ist die Gewinnausschüttung nicht möglich, weil eine Zusendung scheitert und kann diese nicht innerhalb einer Woche nachgeholt werden, verfällt der Anspruch auf den Gewinn.
Der Anspruch verfällt auch, wenn sich ein Gewinner nicht bis spätestens zum 29.08.2017 bei dpart meldet.

§4 Datenschutz

Die im Rahmen des Gewinnspiels erlangten Daten der Teilnehmer werden ausschließlich für die Teilnahme am Gewinnspiel und unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen verwendet und verarbeitet. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Jeder Teilnehmer am Gewinnspiel erklärt sich damit einverstanden, dass sein über Facebook verwendeter Name (unerheblich ob tatsächlicher Name oder Pseudonym) im Falle eines Gewinns auf der Facebook-Seite von dpart im Rahmen des Gewinnspiels veröffentlicht wird. Angezeigt werden ausschließlich die drei Namen der Gewinner.

§5 Haftung

Die Beiträge oder Kommentare der am Gewinnspiel Teilnehmenden, dürfen keine Rechte Dritter verletzen. dpart übernimmt für eine etwaige Verletzung der Rechte Dritter keine Haftung.

dpart behält sich vor, das Gewinnspiel jeder Zeit ohne Ankündigung zu beenden oder abzuändern. Das ist insbesondere der Fall, wenn dies aus rechtlichen oder technischen Gründen erforderlich ist und eine ordnungsgemäße Durchführung nicht mehr gewährleistet werden kann. Aus der Beendigung oder Abänderung des Gewinnspiels können keine Ansprüche gegen dpart abgeleitet werden.

Eine Schadensersatzpflicht des Veranstalters besteht nur, sofern der Schaden auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen ist. Für die schuldhafte Verletzung von Leib, Leben oder Gesundheit einer natürlichen Person haftet der Veranstalter auch bei nur einfacher Fahrlässigkeit. Darüber hinaus haftet der Veranstalter auch für die nur einfach fahrlässige Verletzung einer Kardinalpflicht. Kardinalpflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels und die Erreichung des Vertragszwecks überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung ein Gewinnspielteilnehmer regelmäßig vertrauen darf. Voranstehende Haftungsbeschränkung gilt insbesondere für Schäden, die durch Fehler, Verzögerungen oder Unterbrechungen in der Übermittlung von Daten, bei Störungen der technischen Anlagen oder des Services, unrichtige Inhalte, Verlust oder Löschung von Daten, Viren oder in sonstiger Weise bei der Nutzung der Applikation entstehen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§6 Sonstiges

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Es findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung.

dpart stellt klar, dass die vorliegenden Teilnahme- und Datenschutzbedingungen jeder Zeit ohne Vorankündigung geändert werden können.

d|parts Dr Ann-Kristin Kölln tritt als Hauptreferentin für den „Kick-Off zur Tour der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung“ im Rahmen des Programms „Demokratie beginnt mit dir“ am 28. August in Vechta auf. Neben ihrem Vortrag zu Fragen zur Manipulation politischer Meinung nimmt sie auch an einer Podiumsdiskussion mit Journalisten und Experten aus der Praxis teil.
Die Veranstaltung ist der Auftakt für eine Tour mit Workshops in mehreren niedersächsischen Städten.

Details können hier abgerufen werden: https://www.demokratie.niedersachsen.de/aktuelles/tour-durch-niedersachsen-155473.html

 

PRESSEMITTEILUNG

Bürger und Politik müssen auf Hochwasserkatastrophen vorbereitet sein
d|part-Studie zeigt, wie gut vorbereitete Bürgerbeteiligung im Katastrophenfall den entscheidenden Unterschied machen kann

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Ob nach abrupten Schneeschmelzen oder, wie derzeit, nach extremen Regenfällen – immer wieder werden ganze Regionen von Hochwassern heimgesucht. Eine d|part-Studie zum Umgang mit Hochwasserkatastrophen zeigt nun, dass eine gute Vorbereitung und im Vorfeld etablierte Strukturen der Bürgerbeteiligung den entscheidenden Unterschied in der erfolgreichen Bewältigung von Hochwasserkatastrophen machen können.

Aus Untersuchungen zum Sommerhochwasser 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen schlussfolgern die Forscher, dass Hochwasserkatastrophen dann erfolgreich bewältigt werden können, wenn Politik und Verwaltung gut auf die Zusammenarbeit mit lokalen Bürgerverbänden vorbereitet sind. Zu einer guten Vorbereitung gehören geschultes Personal in der Verwaltung und in lokalen Bürgerverbänden, wie z.B. in freiwilligen Feuer- und Wasserwehren, und im Vorfeld etablierte Kommunikationswege zwischen Entscheidungsträgern in der Verwaltung und engagierten Bürgern.

Dabei müssen Beteiligte vor allem lernen, effektiv über Verwaltungsebenen hinweg und mit Bürgern vor Ort zu kommunizieren, so eine der Schlussfolgerungen der Studie. „Im Katastrophenfall ist es wichtig, dass man Leute vor Ort persönlich kennt, um auf ihre Hilfe zurückzugreifen.“ sagte ein für die Studie interviewter Mitarbeiter der Verwaltung. Die Beteiligung von geschulten Bürgern ist im akuten Katastrophenfall unabdingbar, da das Prinzip der Subsidiarität gelten müsse: Was vor Ort geregelt werden kann, sollte auch lokal geregelt werden.

Spontane Bürgerbeteiligung im Katastrophenfall sei dagegen für Einsatzkräfte und betroffene Bürger oft nicht hilfreich. „Im Hochwasserfall gilt die erste Priorität der Gefahrenabwehr. Jeder Bürger, der da mitmachen will, kann als störend empfunden werden. Spontane Bürgerbeteiligung im Katastrophenfall ist einfach nicht machbar.“ so der Bürgermeister einer der 2013 akut betroffenen Regionen. Die befragten Experten waren sich einig: Um Hochwasser erfolgreich zu bewältigen, müsse man im Vorfeld für das Verständnis und Unterstützung bei den Bürgern werben.

Für die Studie untersuchte das Team von d|part, wie Politik, Verwaltung und Einrichtungen der Zivilgesellschaft mit der Bewältigung des Sommerhochwassers 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen umgingen. Die Forscher sprachen mit Experten des Hochwasserschutzes aus der Landesverwaltung, den betroffenen Landkreisen und mit Bürgern, die sich in Bürgerverbänden, freiwilligen Feuerwehren oder beim Technischen Hilfswerk engagierten. Ähnlich zum derzeitigen Hochwasser betraf das Sommerhochwasser an der Elbe im Juni 2013 ganze Regionen Sachsen-Anhalts und Niedersachsens.

Christine Hübner, Studienleiterin und Partnerin von d|part, kommentierte die Ergebnisse:

"Rückblickend waren sich Experten und Bürger ziemlich einig: Spontane Bürgerbeteiligung im Katastrophenfall ist unmöglich zu koordinieren. Gut etablierte Kommunikationswege und engagierte Bürger aber sind für eine gute Katastrophenbewältigung unabdingbar. Das muss vorbereitet sein.“
„Unsere Studie zeigt, welche Rolle engagierte Bürger in der Bewältigung von Naturkatastrophen einnehmen und wie sich die Kommunen in Zusammenarbeit mit Bürgerverbänden kurz-, mittel- und langfristig auf Hochwasserkatastrophen vorbereiten können."

Die Ergebnisse auf einen Blick

Im akuten Hochwasserfall gilt das Prinzip der Subsidiarität für alle Maßnahmen: Was vor Ort geregelt werden kann, sollte auch lokal geregelt werden. Deutliche Kommunikation hat im Katastrophenfall Vorrang vor einem breiten Bürgerdialog.

Eine sorgfältige Vorbereitung auf den Ernstfall schafft Vertrauen, Zusammenhalt und vermittelt Kenntnis über die lokalen Gegebenheiten. Diese Vorbereitung muss in enger Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern und zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort stattfinden.
Multiplikatoren können zur Kommunikation und Koordination in der Hochwasserbekämpfung eingesetzt werden. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Hochwasserbewältigung.
Die größte Herausforderung bei der Hochwasserprävention ist die Überwindung des kollektiven Vergessens und Verdrängens von Hochwasserrisiken.

Die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für Hochwasserrisiken und ein bürgernaher Austausch über Präventionsmaßnahmen sind das A und Oder Hochwasservorsorge.
Im Zusammenhang mit Naturkatastrophen automatisch auftretende Emotionalität muss ernst genommen und aktiv für die Sensibilisierung und Hochwasserbewältigung genutzt werden.

Über d|part

d|part ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und überparteilicher Think Tank mit Sitz in Berlin. d|part erforscht und fördert verschiedene Formen der politischen Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern. d|parts Projekte bilden die Basis für Debatten über den Stand der öffentlichen Meinung und Formen der politischen Partizipation in Deutschland und Europa. Mehr unter dpart.org

Über das Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Bürgerbeteiligung bei Naturkatastrophen" untersuchten die Forscher von d|part, inwieweit politische Schutzmaßnahmen während des Sommerhochwassers 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort übereinstimmten. Die Ergebnisse der Studie erhöhen die öffentliche Wahrnehmung für Bürgerinitiativen und können helfen, das zukünftige Zusammenspiel von Politik und Zivilgesellschaft im Katastrophenfall zu verbessern.

Weitere Informationen und Kontakt
Dr. Götz Frommholz, Email: gh.frommholz(at)dpart.org
Christine Hübner, Email: c.huebner(at)dpart.org

Am Dienstagmorgen sprach d|parts Partnerin Christine Hübner mit geladenen Gästen aus der Berliner Politik über die Frage, inwieweit von einer sich manifestierenden Kultur der Angst in Europa und in Deutschland gesprochen werden kann. Gemeinsam mit Demos, einem Londoner Think Tank, und mit Unterstützung des Berliner Think Tanks Das Progressive Zentrum hatte d|part Berliner Politiker, Analysten und die Presse zum Frühstücksbriefing geladen.
Im Zentrum des Briefings stand die Diskussion der Ergebnisse einer paneuropäischen Studie zur Frage nach einer Kultur der Angst in Europa. Im Auftrag des Londoner Think Tanks Demos hatte d|part eine Fallstudie über Deutschland zu diesem Projekt beigesteuert. Nach einer Begrüßung durch den Gastgeber Philipp Sählhoff, Leiter Internationale Projekte bei Das Progressive Zentrum, und einer Einleitung von Sophie Gaston, Projektleiterin bei Demos, präsentierte Christine den geladenen Gästen die Ergebnisse der deutschen Fallstudie. Im Gegensatz zu einer generellen Kultur der Angst weisen diese darauf hin, dass die Bürger in Deutschland unterschiedliche, konkrete Sorgen haben, die für die Politik allerdings nur schwer wahrzunehmen sind.
Im Anschluss an die Präsentation diskutierte Christine gemeinsam mit den geladenen Gästen sowie Philipp Sählhoff und Sophie Gaston, wie es Politikern leichter gemacht werden kann, diese Sorgen der Bürger wahrzunehmen. Transparenz in der Forschung sowie die Unterstützung von Akteuren aus der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft wurden dabei als unerlässlich erachtet.

Der vollständige Bericht zur Studie kann hier eingesehen werden: [Download]

Der Bericht von Demos mit Fallstudien aus anderen Ländern kann hier eingesehen werden: [Download]
Finden Sie mehr Eindrücke vom Event auf Twitter unter #DPZBreakfastBriefing

d|part contributes to the programme of the NRW Participation Conference “What’s the state of citizen participation today?” on 26 April in Düsseldorf. The agency for participation “Dialog schafft Zukunft” (dialogue creates the future), founded by the business department of the government of Nordrhein-Westfalen (Germany’s most populated state) organises this conference. It aims to be a foundation for regular exchange of experiences between relevant actors from politics, business and civic society. The goal is to improve participation processes generally and specifically in relation to complex industry and infrastructure projects.

d|part’s research director, Dr Jan Eichhorn, will contribute to parts of the programme by presenting current research to generate new ideas for the practice of engagement. He will lead the workshop “Searching for bridge builders between political elites and the population” and take part in the concluding panel discussion.

The full programme can be obtained here. Registrations are accepted there until 21 April.