Dr. Götz Harald Frommholz

Dr. Götz Harald Frommholz

Mittwoch, 20 Juni 2012 18:36

d|part legt Datum für Klausurtagung fest

Berlin. Deutschlands einziger unabhängiger, überparteilicher und wissenschaftlicher Think Tank zum Thema politische Partizipation hat das Datum für seine erste ordentliche Mitgliederversammlung festgelegt. Die Mitglieder von d|part werden zwischen dem 27. und 29. Juli 2012 in Berlin tagen und sich ausgiebig mit ihrem zentralen Projekt, dem Partizipationsindex (PPI) auseinander setzen.

Mit dem PPI plant der junge Think Tank als erste wissenschaftliche Organisation in Deutschland, eine Messung des politischen bürgerlichen Engagements. Dabei steht nicht nur das klassische Verständnis politischer Teilhabe eine Rolle, viel mehr sollen neue Arten der Partizipation berücksichtigt werden. Dazu gehören u.a. Bürgerinitiativen sowie Bewegungen in den sogenannten „social media" des Internets.

Das Treffen in Berlin soll auch dazu dienen, neu gewonnene Mitglieder des Forschungsteams auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Gleichzeitig gehe es auch um die Planung der nächsten Schritte für den PPI, lässt der Vorstand verlauten. „Wir sind mittlerweile soweit, dass wir uns von der theoretischen und methodologischen Vorarbeit in Richtung praktische Umsetzung des Projekts bewegen. Gerade deswegen ist es enorm wichtig, dass wir uns treffen und die kommende heiße Phase der Feldarbeit Schritt für Schritt vorbereiten" fasst Christine Hübner, Cheforganisatorin des Forschungsteams, den Grund des anstehenden Treffens zusammen. Zwar bestehe das Team zur Zeit noch exklusiv aus deutschen Forschern, doch arbeite kaum ein Mitglied in Deutschland. So sei gerade das Zusammenkommen in Berlin etwas Besonderes, da manche Tagungsteilnehmer sich noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen hätten, so Hübner.

Die MV ist für d|part dementsprechend ein willkommener Anlass, um sich intensiv mit der Umsetzung des PPI zu beschäftigen. Neben der Organisation und inhaltlichen Gestaltung, soll es auch um die Finanzierung des Projektes gehen.

Montag, 30 Juli 2012 18:28

d|part stellt Weichen für die Zukunft

Die Arbeit des Think Tanks wird in drei Forschungsprogramme gegliedert

Zwischen dem 27. und 29. Juli fand in Berlin die erste Mitgliederversammlung mit Klausurtagung von d|part statt. In drei Tagen wurden die Weichen für die zukünftige Arbeit des Think Tanks gestellt. Die Zeit in Berlin wurde ausgiebig genutzt, um die inhaltliche Ausrichtung des Vereins zu erweitern und die Personalstruktur an die neuen Aufgaben anzupassen.

Im Zentrum des Wochenendes stand die inhaltliche Erweiterung der Forschungsarbeit. Neben dem Fokus auf den Partizipationsindex werden andere quantitative und qualitative Forschungsprojekte die Arbeit bereichern. Die zukünftige Forschung wird auf drei unterschiedlichen Ebenen angesiedelt.

Die Bedeutung politischer Partizipation für Individuen ist die kleinste Forschungsebene. Vornehmlich explorative Studien sollen ergründen, warum Menschen politisch partizipieren. Dabei stehen besonders Motive sowie Hemmschwellen politischer Teilhabe im Mittelpunkt. Die Koordinatorin für diesen Bereich wird zukünftig Christine Hübner sein.

Die Rolle politischer Partizipation ein einem demokratischem Staat setzt sich auf einem höheren Aggregat mit dem Thema Partizipation auseinander. Zur Zeit ist der Partizipationsindex das zentrale Projekt in diesem Forschungsprogramm. Diese Arbeitsebene soll dazu dienen, unterschiedliche Formen politischer Partizipation zu ergründen. Die letzten zwei Jahre haben insbesondere gezeigt, dass die klassische Wahrnehmung politischer Partizipation nicht mehr reicht, diese zu erklären. So ist es die zentrale Aufgabe dieser Forschungsgruppe, neue Formen politischer Partizipation zu untersuchen. Stefanie Reher übernimmt die Leitung dieses Forschungsbereichs.

Da politische Partizipation sich mittlerweile nicht mehr nur auf einen nationalen Kontext beschränken lässt, setzt sich die dritte Forschungsgruppe mit dem Thema politische Partizipation jenseits des Nationalstaats auseinander. Nicht nur internationale Verflechtungen politischer Partizipation sondern auch eventuelle unterschiedliche Auffassungen sollen hier ergründet werden. Dr. Jan Eichhorn übernimmt die Koordination dieses Forschungszweigs.

Sonntag, 26 August 2012 18:24

Die alma mater stellt d|part vor

Jacobs University berichtet über die Think Tank Neugründung

Die Jacobs University berichtet derzeit mit einem ausführlichen Bericht über die Gründung von d|part auf ihrer Webseite. Mit Jan Eichhorn, Stefanie Reher, Anne Heyer, Jakob Hensing und Christine Hübner setzt sich ein Teil des derzeitigen d|part-Forscherteams aus Alumni der Jacobs University zusammen.

Wer interessiert ist, findet hier den vollständigen Bericht über d|part. [zur Jacobs University Webseite]

Sonntag, 02 September 2012 18:22

Bremer Weser Kurier zitiert Jan Eichhorn

Unser Experten zur Entpolitisierung

Die Bremer Tageszeitung 'Weser Kurier' berichtete am vergangenen Sonntag über Entpolitisierung und zog dazu unseren Experten Jan Eichhorn zu Rate. Während zitierte Politologen den Bürgern eine verminderte "politische Urteilsfähigkeit" aussprechen, hält Jan Eichhorn dagegen: Politische Strukturen müssen sich vielmehr den Bedürfnissen der Bürger wieder anpassen.

Autorin Silke Hellwig zitiert in ihrem Artikel Politologen wie Barbara Serloth oder Peter Grottian, die den zunehmend oberflächiger werdenden Politikzirkus bemängeln - das Dauerlächeln der Politiker. Das führe unweigerlich zu einem Nachlassen der "politischen Urteilsfähigkeit" unter den Bürgern und zur fortschreitenden Entpolitisierung.

d|part Experte Jan Eichhorn hält dagegen: "Von Entpolitisierung könne, gerade bei jungen Leuten, keine Rede sein. 'Es gibt einfach nur andere Formen von Politik, die jungen Leuten eher entgegenkommen." Jan vertritt dabei die These, dass die Politiklandschaft vielmehr neue Strukturen bieten muss, um Bürgern wieder Zugang zu politischen Themen zu geben.

Der ganze Artikel ist hier abrufbar: [zum Artikel]

Dienstag, 25 September 2012 18:12

Wünsche für die Zukunft von Partizipation

d|part auf dem Bundestreffen des Deutschen Youth For Understanding Komitee e.V.

Die politischen und gesellschaftlichen Motivationen junger Menschen verstehen lernen - das ist das Ziel von d|parts Forschungsteam im Schwerpunkt 'Individuum'. Als Pilotprojekt in diesem Schwerpunkt ist d|part auf dem diesjährigen Bundestreffen des Deutschen Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) mit einem Workshop vertreten - passend zum Motto "Entscheidungen treffen. Veränderung schaffen."
Foto: YFU

"Über Parteienrückgang, Piratenhype & Politikverdrossenheit hinaus" wollen Anne Heyer und Christine Hübner gemeinsam mit den jungen Ehrenamtlichen von YFU erarbeiten, warum sie selbst und andere sich für das Gemeinwesen engagieren und welche Wünsche junge Leute heute zu den Möglichkeiten politischer Partizipation hegen. Es ist ein Workshop voll kreativer Elemente geplant, in dem die Teilnehmer und Moderatoren sich über ihre eigenen Motivationen und Hürden für Beteiligung an Politik und Gesellschaft austauschen und die Motivationen anderer Bevölkerungsgruppen erforschen können. Besonders spannend für das d|part Team sind dabei nicht nur die Erfahrungen, Gefühle und Sorgen, die Teilnehmer zu Partizipation hegen, sondern auch zu erfahren, wie in den Augen junger Engagierter die Partizipation von übermorgen aussehen kann.

Das Deutsche Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) organisiert und betreut weltweit langfristigen Schüleraustausch. Mithilfe seiner ehrenamtlich engagierten Mitglieder entsendet YFU jährlich über 1.200 deutsche Schülerinnen und Schüler ins Ausland und betreut rund 500 Jugendliche aus anderen Ländern während ihrer Zeit in Deutschland. Durch ihre Arbeit setzen sich die zumeist jungen Mitglieder für interkulturelles Zusammenleben und aktive Völkerverständigung ein.

Zur Seite zum YFU Bundestreffen geht es hier: [zur Webseite]

Sonntag, 07 Oktober 2012 18:09

Begeisterte Teilnehmer

Input für den Forschungsschwerpunkt Individuum - Erfolgreicher d|part Workshop mit YFU-Ehrenamtlichen

Auf dem diesjährigen Bundestreffen des deutschen Youth for Understanding Komitees e.V. (YFU) vertraten Anne Heyer und Christine Hübner d|part mit einem dreistündigen Workshop mit jungen Ehrenamtlichen. In das bunte Programm des unter dem Motto "Entscheidungen treffen. Veränderung schaffen." stattfindenden Bundestreffens passte der d|part Workshop zu Motivationen und Barrieren für politische Partizipation wie angegossen - das fanden auch die Teilnehmer.

Nicht weniger als 15 Teilnehmer hatten sich für den d|part Workshop interessiert und informierten sich bereits vorab auf einem Markt der Möglichkeiten zu d|part. Organisatorin Sarah Teering von YFU dazu: „Der Andrang am d|part Poster war ganz schön groß. Nicht verwunderlich allerdings, wenn man YFUler kennt und weiß, wie vielfältig interessiert und engagiert die sind."

Im Workshop selbst gab es kein Halten für die Teilnehmer, die trotz früher Stunde begeistert und erstaunlich offen von ihren persönlichen Ansprüchen und Bedenken zu politischer Beteiligung sprachen. Workshopleiterinnen Anne Heyer und Christine Hübner hatten wenig mehr zu tun, als die angeregte Diskussion zu moderieren und die Teilnehmer zum Weiterdenken anzuregen, unter anderem in Gruppenarbeit zu Motivationen und Barrieren anderer gesellschaftlicher Gruppen. „Der Input von den Teilnehmern war großartig. So viel Persönliches und Neues für uns zu den Wünschen und Ansprüchen an politische Beteiligung hatten wir gar nicht erwartet. Die Bandbreite, Reflexion und Kreativität der Teilnehmer hat uns begeistert." so Workshopleiterin Anne Heyer. Christine, die innerhalb von d|part den Forschungsschwerpunkt zum individuellen Motivationen und Barrieren leitet, dazu: „Was wir in diesem Workshop gehört haben, gibt uns noch einmal mehr Ansporn und Motivation, eine qualitative Studie zu den Motivationen für politische Partizipation unter den jungen Leuten von heute durchzuführen."

Das Feedback von den Workshopteilnehmern dazu:

„Es gab ganz überraschende Diskussionen zwischendurch, und dadurch fand ich den Workshop sehr anregend zum Weiterdenken."

„Wenn man sich mit anderen Menschen über Partizipation unterhält und austauscht wie hier im Workshop, dann gibt es einem auch noch einmal wieder einen Schubs und ein bisschen mehr Überzeugung, dass Beteiligung wichtig ist und Spaß machen kann."

„Der Austausch untereinander war besonders interessant. Ich bin froh, dass ich hier war."

Donnerstag, 28 Juni 2012 18:34

Neues auf dem Blog von d|part

Jakob Hensing schreibt zum Thema: WAR FRÜHER WIRKLICH ALLES BESSER? KRISE UND DEMOKRATIE IN EUROPA

Wenn Sie interessiert sind, dann folgen Sie uns zu unserem Blog. [zu unserem Blog]

Freitag, 21 Dezember 2012 17:59

Über Transparenz und Vertrauen

Zu den Feiertagen etwas zum Nachdenken:

Jahresabschlüsse, Evaluationen, gute Vorsätze und dazwischen auch noch das Theater um mehr Transparenz in Politik und Wirtschaft - welche Ziele sollten wir uns für eine bürgernahe Politik im neuen Jahr setzen? Zu den Weihnachtstagen denkt Christine Hübner über das Verhältnis von Transparenz und Vertrauen in der Politik nach. Denken Sie mit und folgen Sie uns zu unserem Blog. [zu unserem Blog]

Donnerstag, 17 Januar 2013 17:56

Nächster Workshop im Februar

 

Um die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit von d|part voranzutreiben, hat der Vorstand den nächsten internen Workshop terminlich festgelegt. Zwischen dem 22. Und 24. Februar 2013 wird der Think Tank in Edinburgh tagen. Gastgeber ist die University of Edinburgh.

Folgende Punkte stehen besonders im Vordergrund:

 

Teilnahme an der „Learning Week"
Meeting mit dem Projektteam für 'Young persons attitudes into Scottish Independence'
Programmatischer Fortschritt für d|part
Dienstleistungsangebote
Strategie und Forschungsprogramm für das Jahr 2013

 

In dem letzten Jahr ist viel geschehen. d|part ist sowohl thematisch als auch in der Mitgliederzahl gewachsen. Die drei Säulen: „Individuum", „Demokratie und Staat" sowie „Jenseits des Nationalstaats" sind intensiv bearbeitet worden und bieten den Rahmen für ausgiebige Forschungsprojekte. Durch die Organisation von und Teilnahme an unterschiedlichen Events wurden sowohl erste Daten als auch Forschungserfolge gesammelt. Jetzt gilt es, 2013 zu gestalten. Das Jahr wird spannend: sowohl Projektanträge als auch erste Veröffentlichungen werden die Arbeit der nächsten Monate maßgeblich bestimmen.