Dr. Götz Harald Frommholz

Dr. Götz Harald Frommholz

d|parts Dr. Jan Eichhorn und Dr. Götz Harald Frommholz wurden als Referenten für die Fachtagung 'Partizipation im Spannungsverhältnis zwischen Inklusionsversprechen und exkludierender Wirklichkeit' der Universität Siegen eingeladen. Sie stellten dort das Konzept dess PPI vor und wie die Daten für den Index erhoben werden sollen.

Kooperationspartner:


Ministeriums für Arbeit Integration und Soziales NRW (MAIS)
LAG SELBSTHILFE NRW
Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen

Montag, 04 April 2016 17:00

Kopie von Fachartikel für GESIS

Der d|part Fachartikel für GESIS vergleicht Analysen zur politischen Kultur in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Mit 2008 als Startpunkt vor der Krise untersucht der Artikel in welchem Umfang sich die politischen Kulturen der Mitgliedsstaaten unterscheiden und ob wir systematische Strukturen finden können, die erkären, warum Menschen in einigen Ländern andere Einstellungen zu ihrem Staat und der Europäischen Union haben als Menschen in anderen Ländern. Die Studie basiert auf Daten der European Values Study und war einer von zwölf Beiträgen von einer Reihe sehr verschiedener Institutionen unterschiedlicher Länder. Alle Projekte werden nach den Diskussionen auf der Konferenz jetzt überarbeitet und verbessert, mit dem Ziel sie im der zweiten Hälfte als qualitativ sehr hochwertige Analysen zu publizieren.

Kooperationspartner:

GESIS Leibniz Instituts für Sozialwissenschaften in Köln

d|parts Dr. Götz Harald Frommholz hat im Juni 2014 25 amerikanischen Stipendiaten der Fulbright Kommission während der Summer School der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin (HWR) das deutsche politische System in einem Intensivkurs erläutert.

Die Fulbright-Kommission fördert den Austausch von nicht-amerikanischen und amerikanischen Studierenden und Hochschullehrenden. Das Fulbright-Programm organisiert akademischen sowie interkulturellen Austausch mit den USA und entwickelt spezielle Förderprogramme für Wissenschaftler und Studierende. Am 18. Juli 1952 wurde das deutsch-amerikanische Programm gegründet und hat mittlerweile mehr als 40.000 US-Amerikaner und Deutsche gefördert.

Kooperationspartner:

Fulbright Kommission
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

d|part führt ein Forschungsprojekt durch, das die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinitiativen und Entscheidungsträgern während des Sommerhochwassers 2013 untersucht. Das Vorhaben geht der Frage nach, inwieweit politische Schutzmaßnahmen während des Sommerhochwassers in Sachsen-Anhalt mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort übereinstimmen. Das Projekt hat das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung für bspw. Bürgerinitiativen zu erhöhen und somit das zukünftige Zusammenspiel von Politik und Zivilgesellschaft im Katastrophenfall zu verbessern. Die Forschung ist eine Kooperation zwischen d|part und der in Halle (Saale) ansässigen Politikberatungsfirma regional | im | puls, die sich auf die Umsetzung von Beteiligungsprozessen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spezialisiert.

Kooperationspartner:

regional | im | puls

Immer mehr Menschen aus allen Altersgruppen suchen sich Informationen für ihre Wahlentscheidung im Internet zusammen. Da ist es gerade für politische Kandidaten in Wahlkampfzeiten wichtig, auf das Internet als Informationsmedium zu setzen. Wie genau nutzen die Direktkandidaten das Netz im Bundestagswahlkampf 2013 und was können sie voneinander lernen für den zukünftigen Austausch mit interessierten Bürgern im Internet? Diese Fragen untersuchten wir in einer explorativen, qualitativen Studie zur Internetpräsenz von 152 Bundestagskandidaten aus 16 Wahlkreisen im Bundestagswahlkampf 2013.

Verschärft durch die Diskussionen um den Klimawandel scheint es heutzutage, als würden sich extreme Naturereignisse mehr und mehr häufen: Schaut man beispielsweise zurück in der Hochwassergeschichte Mitteleuropas, so gab es in den 500 Jahren vor der Jahrtausendwende gerade einmal zwei ernst zu nehmende Überschwemmungen, während wir nach 2002 und 2006 mit dem Sommerhochwasser 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen bereits die dritte verheerende Hochwasserkatastrophe innerhalb weniger Jahre zu verzeichnen hatten. Während die Gründe für eine solche Häufung vielfältig sein können, stellt sich nicht nur für die direkt betroffenen Bürger deutlich die Frage: Wie damit umgehen?

Extreme Naturereignisse an und für sich machen noch keine Katastrophe. Ihre Auswirkungen auf den Menschen und unsere Wahrnehmung erst machen extreme Umstände wie das Sommerhochwasser 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen zum Desaster. Abgesehen von den traumatischen Erfahrungen für den Einzelnen kann ein solches Ereignis einen erheblichen Einfluss haben auf private oder politische Entscheidungen, auf ökonomische Bedingungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer ganzen Region haben. Katastrophen können als Katalysator für das Gemeinwesen wirken.

Angetrieben von unseren eigenen Erfahrungen aus den betroffenen Regionen Mitteldeutschlands, fragen wir uns welche Auswirkungen das Sommerhochwassers 2013 auf das Zusammenleben der Bürger in der Region hat und wie politisch und gesellschaftlich mit der Katastrophe umgegangen werden kann. Dass Naturkatastrophen wie Hochwasser außerordentliche politische Effekte erzielen können, hat schon Gerhard Schröder 1997 eindrucksvoll bewiesen. Wir wollen wissen, ob eine Hochwasserkatastrophe wie im Sommer 2013 auch Chancen für die Politisierung und Beteiligung von Bürgern am Wiederaufbau- und Präventionsprozess bieten kann. Wo wollen Bürger sich an der Katastrophenbewältigung beteiligen? Was sind ihre Anforderungen an Politik und Verwaltung? Und welche Maßnahmen müssen konkret getroffen werden, um das Zusammenleben in der Zeit nach dem Hochwasser langfristig zu stärken?

Zu diesen und ähnlichen Fragen senden Politik und Zivilgesellschaft oft unterschiedliche Signale. Dieses Forschungsprojekt wird die Frage erörtern, inwieweit politische Schutzmaßnahmen während des Sommerhochwassers in Sachsen-Anhalt mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort übereinstimmen. Das Projekt hat das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung für bei­spiels­wei­se Bürgerinitiativen zu erhöhen und somit das zukünftige Zusammenspiel von Politik und Zivilgesellschaft im Katastrophenfall zu verbessern.

Ausgangslage

Das Wissen mit dem Umgang von Naturkatastrophen ist lokal gebunden und praxisnah. Leider wird dieses nur selten auf allen Ebenen der Beteiligung protokolliert, weswegen wertvolle Erkenntnisse zur Katastrophenprävention und -bewältigung häufig verloren gehen. Das wird besonders problematisch, wenn Faktoren wie die Nähe zu Krisengebieten (wie Elbe oder Mulde) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Naturkatastrophen wiederholen. Gleichzeitig kann man beobachten, dass die Menschen, die wiederholt von bspw. Hochwasser betroffen sind oder als Helferinnen und Helfer eingesetzt werden, über ein besonderes Wissen verfügen, mit der Situation umzugehen. In diesem Zusammenhang sind Bürgerinitiativen wertvolle Quellen, um diese Informationen zu bündeln und aufzuarbeiten. Denn letztendlich sind es diese zivilgesellschaftlichen Organisationen, die ihre Bedürfnisse und Forderungen öffentlich kundtun und somit ihr Wissen in die Politik hineintragen. Die Perspektiven der unterschiedlichen Initiativen und die der politischen Entscheider aus Verwaltung und Parlament sind für diese Studie die wichtigsten Informationsquellen, um lokales Wissen rund um das Sommerhochwasser 2013 zu analysieren und zu dokumentieren.
Wie gehen wir vor?

Bei dem Projekt handelt es sich vornehmlich um qualitative Forschungsarbeit. Das bedeutet, dass die Daten anhand von Interviews und Gruppendiskussionen erhoben werden. Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse der Analyse dieses Datenmaterials soll zum Ende der Studie eine Onlineumfrage durchgeführt werden.

Ziele

Die Ziele der Studie lassen sich an drei einfachen Punkten verdeutlichen:

1. Die Studie soll das lokale Wissen von Initiativen und Entscheidungsträgern bündeln, um zukünftig diese Erkenntnisse in die politischen Entscheidungs- und Planungsprozesse optimal einzubringen und den Katastrophenschutz und die Präventionsarbeit zu verbessern.

2. Als Basisorganisationen gehören Bürgerinnitiativen zu den wichtigsten Eckpfeilern unserer Demokratie. Umso wichtiger ist es, ihren Erfolg oder Misserfolg genau zu dokumentieren und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung ihrer Situation zu geben. Das bezieht sich besonders auf die interne Organisation. Gleichzeitig ist es wichtig, den externen Erfolg messbar zu machen und zu analysieren. Hierbei interessiert zunächst, inwieweit Forderungen erfolgreich umgesetzt und welche Strategien bei der Umsetzung verfolgt werden. Wichtig ist ebenfalls, dass die umgesetzten Forderungen den Rückhalt der Bürgerinitiative in der Bevölkerung langfristig sichern.

3. Schließlich ist es interessant, zu beobachten, wie lokal gebunden das Wissen im Umgang mit Hochwasser ist. Verfolgen die unterschiedlichen Landkreise ähnliche Strategien zu seiner Bekämpfung und Prävention? Oder lassen sich Unterschiede in den Entscheidungsprozessen beobachten? Die Forschung soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Fallstudien aufzeigen und beim Wissenstransfer zwischen den Akteuern helfen.

Studienregion

Die Studie findet in der Hochwasserregion im Bundesland Sachsen-Anhalt statt.

1. In der ersten Phase der Untersuchung laden wir Expertinnen und Experten zum Thema Hochwasser- und Katastrophenschutz aus dem ganzen Bundesland ein, Ihr Wissen zum Sommerhochwasser 2013 mit uns zu teilen. Verwaltungsangestellte, Kommunalpolitikerinnen und -politiker sowie Aktive in Bürgerinitiativen werden in dieser Phase der Studie interviewt.

2. Die zweite Phase des Projektes bezieht sich auf drei konkrete, vergleichende Fallstudien. Hierfür führt das Forschungsteam Gruppendiskussion in der kreisfreien Stadt Halle und den Kreisen Dessau-Roßlau sowie Bitterfeld-Wolfen durch. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Kreisgebiet ebenfalls an der Studie teilnehmen sollte, dann nehmen Sie bitte einfach unverbindlich Kontakt mit uns auf.
Bitte helfen Sie uns, die Karte zu vervollständigen!

Um ein möglichst vollständiges Bild davon zu bekommen, wie sich Bürgerinnen und Bürger rund um das Sommerhochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt organisiert haben, möchten wir anhand der nebenstehenden Karte die Heimatorte dieser Initiativen festhalten. Wenn Sie Initiativen kennen, die nicht auf dieser Karte zu finden sind, möchten wir Sie bitten, uns eine Nachricht mit Namen, Anschrift und (wenn vorhanden) Internetadresse in einer kurzen Nachricht mitzuteilen.

d|part Forscher Jan Eichhorn, Christine Hübner und Jakob Hensing haben eine tiefgründige Analyse veröffentlicht, in der sie die Effekte der Finanzkrise auf die politische Legitimität in der Europäischen Union untersuchen. Das Kapitel „Economic Crisis and Democratic Legitimacy” ist Bestandteil des Routledge Buches „Values, Economic Crisis and Democracy”. Es wurde von einem Team am GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften herausgegeben und bringt Arbeiten von Autoren aus einer Vielzahl von Ländern nach einer Autorenkonferenz und intensivem Korrekturprozess zusammen.

In diesem Kapitel setzt sich unser Team empirisch mit der Frage auseinander, inwieweit eine ökonomische und politische Union in der EU unter Berücksichtigung von Unterschieden in politischen Einstellungen und politischer Kultur zwischen den Mitgliedsstaaten demokratisch legitimiert sein kann. Die Autoren zeigen klar auf, dass die Prozesse durch die Menschen die Rolle ihres Landes in der EU beurteilen, komplex und nicht überall gleich sind. Insbesondere demonstrieren sie, dass es nicht ausreicht, sich nur auf Einstellungen zur EU generell zu konzentrieren, da auch Einstellungen zu den nationalen Parlamenten für viele Leute bedeutsam in ihrer Einschätzung der EU sind. Des Weiteren werden individuelle Entscheidungen durch Unterschiede zwischen den Ländern in politischer Kultur geprägt, was darauf hinweist, dass Pläne für weitere Integration solche Faktoren stärker berücksichtigen müssen, wenn sie die Menschen, die davon betroffen sind im Mittelpunkt stehen sollen.

Weitere Information zum Buch können auf der Seite des Verlags gefunden werden: https://www.routledge.com/products/9781138959170

In Kooperation mit der University of Edinburgh stellen heute Teammitglieder von d|part Ergebnisse eines neuen Forschungsprojekts zu Einstellungen zum anstehenden britischen EU Referendum vor. Durch ein Projekt, gefördert vom Economic and Social Research Council in dessen „UK in a Changing Europe” Programms und organisert von AQMeN, konnte das Team (Jan Eichhorn, Christine Hübner und Daniel Kenealy) tiefgründige Studien zu den Einstellungen in sechs verschiedenen EU Mitgliedsstaaten durchführen (Deutschland, Frankfreich, Polen, Spanien, Irland und Schweden).

Die Ergebnisse stammen von einer großen Sozialumfragen mit über 8000 Teilnehmern über ihre Ansichten zu Großbritanniens Rolle in der EU, Einstellungen zum Referendum selbst, aber auch zu den Verhandlungen auf EU-Ebene und ob Menschen weitere Ausnahmen für Großbritannien akzeptieren würden. Zusätzlich wurden Teilnehmer befragt, welche Veränderungen sie für die EU insgesamt sehen wollen und ob sie in ihrem eigenen Land auch etwas ähliches wie ein solches Referendum haben wollten.

Die Ergebnisse zeigen, dass es keine einfache Erklärung gibt, die die Ansichten in der ganzen EU zusammenfassen kann. Es gibt umfangreiche Variation zwischen den verschiedenen Ländern und Unterschiede in politischer Kultur und sozio-ökonomischer Situation, wodurch die Ansichten von Menschen beeinflusst werden. Einige Grundtendenzen können trotzdem erkannt werden: EU Bürger weisen Vorschläge für Ausnahmen einzelner Mitgliedsstaaten eher ab, aber sie können sich einige Reformen auf EU-Ebene insgesamt vorstellen. Inwiefern sie sich Beteiligungsprozesse für Menschen in ihrem eigenen Land wünschen, variiert stark zwischen den Mitgliedsstaaten. Politische Entscheidungsträger sollten diese Ergebnisse in Betracht ziehen, wenn sie wollen, dass die Ergebnisse dieses Prozesses von einer Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert werden.

Der Bericht und die Beschreibung der Methode können hier gefunden werden: https://www.aqmen.ac.uk/EUUKsurveyresults 

Die Präsentation der Ergebnisse beginnt heute in London (10. März) und geht weiter mit Veranstaltungen in Edinburgh (15. März), Brüssel (16. März) und Berlin (17. März).

In Kooperation mit der University of Edinburgh stellen heute Teammitglieder von d|part Ergebnisse eines neuen Forschungsprojekts zu Einstellungen zum anstehenden britischen EU Referendum vor. Durch ein Projekt, gefördert vom Economic and Social Research Council in dessen „UK in a Changing Europe” Programms und organisert von AQMeN, konnte das Team (Jan Eichhorn, Christine Hübner und Daniel Kenealy) tiefgründige Studien zu den Einstellungen in sechs verschiedenen EU Mitgliedsstaaten durchführen (Deutschland, Frankfreich, Polen, Spanien, Irland und Schweden).

Die Ergebnisse stammen von einer großen Sozialumfragen mit über 8000 Teilnehmern über ihre Ansichten zu Großbritanniens Rolle in der EU, Einstellungen zum Referendum selbst, aber auch zu den Verhandlungen auf EU-Ebene und ob Menschen weitere Ausnahmen für Großbritannien akzeptieren würden. Zusätzlich wurden Teilnehmer befragt, welche Veränderungen sie für die EU insgesamt sehen wollen und ob sie in ihrem eigenen Land auch etwas ähliches wie ein solches Referendum haben wollten.

Die Ergebnisse zeigen, dass es keine einfache Erklärung gibt, die die Ansichten in der ganzen EU zusammenfassen kann. Es gibt umfangreiche Variation zwischen den verschiedenen Ländern und Unterschiede in politischer Kultur und sozio-ökonomischer Situation, wodurch die Ansichten von Menschen beeinflusst werden. Einige Grundtendenzen können trotzdem erkannt werden: EU Bürger weisen Vorschläge für Ausnahmen einzelner Mitgliedsstaaten eher ab, aber sie können sich einige Reformen auf EU-Ebene insgesamt vorstellen. Inwiefern sie sich Beteiligungsprozesse für Menschen in ihrem eigenen Land wünschen, variiert stark zwischen den Mitgliedsstaaten. Politische Entscheidungsträger sollten diese Ergebnisse in Betracht ziehen, wenn sie wollen, dass die Ergebnisse dieses Prozesses von einer Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert werden.

Der Bericht und die Beschreibung der Methode können hier gefunden werden: https://www.aqmen.ac.uk/EUUKsurveyresults 

Die Präsentation der Ergebnisse beginnt heute in London (10. März) und geht weiter mit Veranstaltungen in Edinburgh (15. März), Brüssel (16. März) und Berlin (17. März).

d|part Forscher Jan Eichhorn, Christine Hübner und Jakob Hensing haben eine tiefgründige Analyse veröffentlicht, in der sie die Effekte der Finanzkrise auf die politische Legitimität in der Europäischen Union untersuchen. Das Kapitel „Economic Crisis and Democratic Legitimacy” ist Bestandteil des Routledge Buches „Values, Economic Crisis and Democracy”. Es wurde von einem Team am GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften herausgegeben und bringt Arbeiten von Autoren aus einer Vielzahl von Ländern nach einer Autorenkonferenz und intensivem Korrekturprozess zusammen.

In diesem Kapitel setzt sich unser Team empirisch mit der Frage auseinander, inwieweit eine ökonomische und politische Union in der EU unter Berücksichtigung von Unterschieden in politischen Einstellungen und politischer Kultur zwischen den Mitgliedsstaaten demokratisch legitimiert sein kann. Die Autoren zeigen klar auf, dass die Prozesse durch die Menschen die Rolle ihres Landes in der EU beurteilen, komplex und nicht überall gleich sind. Insbesondere demonstrieren sie, dass es nicht ausreicht, sich nur auf Einstellungen zur EU generell zu konzentrieren, da auch Einstellungen zu den nationalen Parlamenten für viele Leute bedeutsam in ihrer Einschätzung der EU sind. Des Weiteren werden individuelle Entscheidungen durch Unterschiede zwischen den Ländern in politischer Kultur geprägt, was darauf hinweist, dass Pläne für weitere Integration solche Faktoren stärker berücksichtigen müssen, wenn sie die Menschen, die davon betroffen sind im Mittelpunkt stehen sollen.

Weitere Information zum Buch können auf der Seite des Verlags gefunden werden: https://www.routledge.com/products/9781138959170