Auf Basis der Dat­en unser­er Voic­es on Val­ues Studie zeigt Fed­eri­co Quadrel­li in der ital­ienis­chen Fall­studie, dass, obwohl der Begriff “offene Gesellschaft” in Ital­ien wenig Zugkraft hat, die meis­ten Ital­iener viele Werte ein­er offe­nen Gesellschaft unter­stützen. Dies gilt ins­beson­dere für die Werte, die in der ital­ienis­chen Ver­fas­sung ver­ankert sind. Mei­n­ungs- und Reli­gions­frei­heit find­en bre­ite Unter­stützung.

Viele Ital­iener sind jedoch bere­it, bes­timmte Prinzip­i­en ein­er offe­nen Gesellschaft gegen das wirtschaftliche Woh­lerge­hen und den sozialen Zusam­men­halt einzu­tauschen. Von den sechs in der Studie unter­sucht­en Län­dern weist Ital­ien den größten Anteil von Men­schen auf, die Werte ein­er offe­nen Gesellschaft weniger pri­or­isieren als andere Anliegen (49 Prozent der Bevölkerung).

Anhand von Gesprächen mit poli­tis­chen Eliten erk­lärt Quadrel­li, wie die Bere­itschaft der ital­ienis­chen Befragten, Prinzip­i­en der offe­nen Gesellschaft abzuwä­gen, mit der Sorge um die Wirtschaft­skraft des Lan­des und die Migra­tion ver­bun­den ist — zwei The­men, die von den bei­den pop­ulis­tis­chen Parteien in der aktuellen Regierung instru­men­tal­isiert und aktiviert wer­den.

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